Kinder als Opfer
Sexuelle Erfahrungen mit einem Erwachsenen oder Jugendlichen führen bei Kindern unter 14 immer zu einem Trauma. Unabhängig von dem, was passiert ist. Unabhängig davon, ob Gewalt angewendet wurde. Unabhängig davon, wie es erlebt wurde. Diesen Vorgang nennt man „Seelenmord“.
Obige Behauptungen sind alle falsch. Sie führen zu unendlich viel Leid. Selbstverständlich kommt es einzig auf das eigene Erleben an. Kinder sind sexuelle Wesen und können Körperlichkeit, Intimität und Sinnlichkeit positiv erleben. Ihnen im Nachhinein Missbrauch einzureden kann traumatisieren.

War das sexuelle Erlebnis traumatisch, kann es mit einer Therapie aufgearbeitet werden. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass die Verarbeitung von Gewalterfahrungen von der Form der Gewalt abhängig ist, die erlebt wurde. Der Mensch kann die Hoheit über sein Leben zurückgewinnen.

Die Seelenmordlüge dient unterschiedlichen Zwecken. Opferverbände gewinnen ihre Bedeutung auch über die Anzahl an Opfern, die sie vertreten. Es macht politisch und finanziell einen Unterschied, ob ich für 50, 500 oder 5.000 auftreten kann. Da will man ungern Opfer verlieren. Das gilt selbstverständlich auch für Kinderschutzorganisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sexuellen Missbrauch zu verhindern. Ihnen hilft es, wenn möglichst viel unter Missbrauch summiert wird. Beide brauchen Aufmerksamkeit auf ihr Thema. Diese erhalten sie durch hohe Zahlen (Dunkelziffern) dramatische Überhöhungen (Seelenmord) und Vereinfachung (Täter = Pädophile).

Hilfreich ist es auch, Begriffe zu etablieren, die besonders emotional besetzt sind. Aus Kinderpornografie und Posingfotos werden Missbrauchsabbildungen. Unterschiedliche Tatbestände werden vermengt. Egal ob Porno, Grooming, Hands-On-Delikte: Alles sexuelle Gewalt gegen Kinder. Diese systematische Eskalationsspirale schadet Kindern, Opfern und Pädophilen. Menschen, die sich mit besten Absichten, oft ehrenamtlich, engagieren, werden bewusst getäuscht und manipuliert. Kindern wird ihre sexuelle Selbstbestimmung genommen. Opfer werden nicht aus der Opferrolle entlassen. Pädophile werden unter Generalverdacht gestellt.

Interessant auch, dass die Protagonisten für ihr Framing Begriffe der Nazis verwenden. Die Seelenmordidee entstammt einem Beitrag im „Stürmer“ (antisemitische Zeitung 1923 – 1945). Auch da ging es um Ausgrenzung, Stigmatisierung und Kriminalisierung. Von Juden.

 

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